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Design Sprint 2020

Kreative Jurist*innen gesucht!

 

Das Innovation Law Team rund um Univ.-Prof. Iris Eisenberger veranstaltet in Kooperation mit der FH Joanneum von 8. bis 10. Oktober 2020 einen datenschutzrechtlichen Design-Sprint unter dem Motto „Privacy by Design: Tackling the Wicked“.

Über drei Tage hinweg suchen Studierende der Rechtswissenschaften gemeinsam mit Design-Studierenden kreative und innovative Lösungen zu datenschutzrechtlichen Fragestellungen.

Die interdisziplinäre Bearbeitung eines rechtswissenschaftlichen Themas soll angehenden Jurist*innen einen neuen Blick auf rechtliche Fragestellungen ermöglichen und sie so auf zukünftige Herausforderungen in der juristischen Praxis vorbereiten.

Mögliche Fragestellungen:

  • Wie können App-Stores so designt werden, dass User*innen aktiv dazu ermutigt werden, Datenschutz-freundliche Apps zu wählen?
  • Wie können Ergebnisse von Datenauskunftsbegehren („Welche Daten hat Facebook von mir gespeichert?“) verständlich und leicht zugänglich aufbereitet werden?
  • Wie kann im Rahmen der verpflichtenden Abfragen zur Nutzung von Cookies deren Funktionsweise verständlich visualisiert werden?

Beispiele für Arbeiten der Design-Studierenden finden sich hier:

Die Ergebnisse des Design-Sprints werden öffentlich ausgestellt, den besten Teilnehmer*innen wird ein bezahltes Praktikum im Arbeitsbereich Eisenberger (Institut für öffentliches Recht und Politikwissenschaft) angeboten.

Ca. 1 Woche vor Beginn:

Online-Lecture mit Assoz.-Prof. Dr. Christian Bergauer und Univ.-Prof. Dr. Iris Eisenberger, M.Sc. (LSE), zu Grundlagen des Datenschutzrechts

 

Donnerstag, 08.10.20

09:00 – 12:00 Begrüßung, Kennenlernen, Einführung in das Thema Recht & Design

13:00 – 17:00 Skizzieren möglicher Problemstellungen (freie Einteilung)

17:00 – 19:00 Feedback Loop, festlegen der Themen

 

Freitag, 09.10.20

Selbstständige Arbeit am gewählten Thema; Expert*innen aus Recht und Design stehen für Rückfragen zur Verfügung, es werden Räumlichkeiten an der Universität Graz zur Verfügung gestellt

 

Samstag, 10.10.20

14:00 – 18:00 Präsentation der fertigen Lösungsansätze

18:00 – 19:00 Auszeichnung der besten Arbeiten, Ausklang

Das Design einer Sache beeinflusst, wie Menschen handeln, mit ihr interagieren und sie wahrnehmen. Das Design von Speisekarten kann Gäste dazu veranlassen, erwünschte Entscheidungen zu treffen. „Visual framing“ kann die Nutzung von datenschutzrechtlich bedenklichen Apps unattraktiver machen. Auch Reinigungskosten können durch Design reduziert werden: Auf den Herrentoiletten des Amsterdamer Flughafen Schipol wurde eine Fliege in die Pissoirs geklebt, um die Treffsicherheit der Herren zu erhöhen. Diese Verhaltensbeeinflussung by design führt dazu, dass Menschen sich in einer bestimmten Weise verhalten, ohne zu hinterfragen, warum sie das tun.

Auch in der COVID-19-Krise wird Design dazu verwendet, Menschen in ihrem Verhalten zu lenken: Klebestreifen am Boden mahnen zur Einhaltung des 1-Meter-Sicherheitsabstands, in Seife eingegossene Spielzeuge regen Kinder zu häufigem und gründlichem Händewaschen an, auf Türklinken gezeichnete Viren erinnern uns an die Infektionskette. Design hat also ein gewisses Lenkungspotential, woraus sich zahlreiche spannende rechtliche Fragestellungen ergeben.

Der Design Sprint zielt darauf ab, Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen zu interdisziplinären Lösungsansätzen zu inspirieren. Den Studierenden der Rechtswissenschaften sollen kreative, fachfremde Lösungsansätze für rechtliche Fragestellungen aufgezeigt werden. Den kreativen Ansatz sollen vor allem Design-Studierende der FH Joanneum einbringen. Auch Studierende anderer Fachrichtungen sind eingeladen, an dem Design-Sprint teilzunehmen, der Fokus liegt jedoch auf Rechtswissenschaften und Design.

Das Konzept des Design-Sprints stammt aus der Organisationsentwicklung und wird zur Entwicklung von Prototypen genutzt. Ein klassischer Design-Sprint hat zum Ziel, innerhalb von fünf Tagen einen Entwicklungszyklus zu durchlaufen, Prototypen zu entwickeln und sie zu testen. Da die Studierenden keine Prototypen entwickeln, wird das Konzept folgendermaßen adaptiert und auf drei Tage verkürzt:

Tag 1

Unpack & Sketch
Datenschutzrechtliche Fragestellungen werden für Nicht-Juristinnen überblicksmäßig skizziert und das Ziel des Design Sprints festgelegt. Die jeweiligen Teams lernen sich kennen, die einzelnen Mitglieder stellen ihre Expertise vor.

Decide
Die einzelnen Teams erarbeiten kurze Skizzen zu möglichen Problemstellungen und präsentieren diese in einem ersten Feedback-Loop. So wird sichergestellt, dass die ausgewählten Themen dem abgesteckten Themenkreis entsprechen.

 

Tag 2

Dig In
Die Teams recherchieren interdisziplinär zu ihrem gewählten Thema und beginnen damit, sich kreative Lösungsansätze zu überlegen.

Create
Die Teams beginnen damit, die gewählten Lösungsansätze kreativ umzusetzen. Sollten sich im Zuge der Umsetzung weitere Fragestellungen ergeben, müssen diese entsprechend nachrecherchiert werden.

 

Tag 3

Refine
Die Lösungsansätze werden fertiggestellt und aufbereitet. Ziel ist es, den Lösungsansatz so vorzustellen, dass er auch von Mitgliedern der anderen Teams verstanden wird.

Finish
Alle Teams präsentieren ihre fertigen Lösungsansätze. Die einzelnen Themen werden gemeinsam diskutiert und mögliche Weiterentwicklungen besprochen.

Bei Fragen, Unklarheiten, Wünschen und Beschwerden wenden Sie sich bitte an Annemarie Hofer.

Verpflichtende Anmeldung bis 4. September 2020 per Mail (Betreff: "Design Sprint")
 

Infos:

8. - 10. Oktober 2020

Universität Graz

Betreut von Univ.-Prof. Dr. Iris Eisenberger, M.Sc. (LSE)
 

KEINE Lehrveranstaltung!

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