Dabei standen am Vormittag eine Führung durch das Innenministerium und am Nachmittag ein Fachvortrag des Büroleiters Mag Jürgen Jevsnikar im Bundeskriminalamt am Programm. Ziel der Exkursion war es, einen vertieften Einblick in die Organisation, die Aufgabenbereiche sowie die Arbeitsweise des Ministeriums und des Bundeskriminalamts zu gewinnen.
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden von Vertreterinnen und Vertretern des Innenministeriums begrüßt und erhielten eine umfassende Einführung in die Struktur und die zentralen Zuständigkeiten des Hauses. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Führung durch die historischen Räume des Palais Modena des Innenministeriums angeboten. Im weiteren Verlauf wurden verschiedene Tätigkeitsfelder sowie aktuelle Herausforderungen im Bereich der inneren Verwaltung und Sicherheit vorgestellt. Darüber hinaus bot sich die Gelegenheit, fachliche Fragen zu stellen und sich über die praktische Umsetzung gesetzlicher und verwaltungstechnischer Aufgaben auszutauschen.
Nach einer kurzen Mittagspause setzte sich das Programm mit einem Vortrag im Bundeskriminalamt fort, der von Mag. Jürgen Jevsnikar gehalten wurde. Inhaltlich befasste sich der Vortrag mit dem Phänomen der organisierten Kriminalität sowie den daraus resultierenden Herausforderungen für die Strafverfolgungsbehörden. Dabei wurden sowohl die unterschiedlichen Erscheinungsformen der organisierten Kriminalität in Österreich als auch auf europäischer Ebene näher erläutert. Besonderes Augenmerk lag auf den Strukturen und Arbeitsweisen krimineller Organisationen sowie den damit verbundenen Gefahren für Gesellschaft und Staat. Darüber hinaus wurden die wesentlichen strafrechtlichen Grundlagen sowie die strafprozessualen Instrumente zur Bekämpfung organisierter Kriminalität vorgestellt. Der Vortrag vermittelte einen fundierten Einblick in die Komplexität dieses Deliktsbereichs und verdeutlichte die hohe Bedeutung einer effizienten nationalen und internationalen Zusammenarbeit der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden für den demokratischen Rechtsstaat. Abschließend gab es Gelegenheit zu einem regen und längeren Austausch mit dem Vortragenden.